Höchste Sicherheit auf Balkonen und Terrassen

Schadensbild I Fliesenbeläge auf Balkonen und Terrassen werden durch die Einwirkung von Wasser und ständige Temperaturwechsel extrem beansprucht. Häßliche Ausblühungen auf Fliesen und Fugen, Abplatzungen der Fliesenoberfläche, Risse sowie abgesprengte Fliesen sind bereits zum Zeitpunkt der Verlegung aufgrund falscher Produktwahl oder mangelhafter verarbeitung vorprogrammiert. Konventionelle Abdichtungen unterhalb des Estrichs schützen vor diesen Schäden ebenfalls nicht, da der Estrich trotzdem durchfeuchtet wird.
Welche Punkte müssen beachtet werden:

Schadensbild IIWasser darf nicht in Riefen oder Hohlräume des Dünnbettmörtels eindringen. Durch das kombinierte „Buttering-Floating-Verfahren" oder den Einsatz von Fließbettmörteln wird eine vollsatte, hohlraumfreie Verlegung erreicht.
Die Oberfläche von Balkonen und Terrassen muß ein Gefälle von ca. 2 % aufweisen, damit das' Wasser abfließen kann. Dieses Gefälle wird entweder bei der Erstellung der Betonplatte eingebaut oder mit einer Ausgleichsspachtelung hergestelIt.
Die Oberfläche von Balkonen und Terrassen muß ein Gefälle von ca. 2 % aufweisen, damit das' Wasser abfließen kann. Dieses Gefälle wird entweder bei der Erstellung der Betonplatte eingebaut oder mit einer Ausgleichsspachtelung hergestelIt.
Durch starke Sonneneinstrahlung und Abkühlung in der Nacht entstehen Spannungen, die durch die flexible Abdichtung, den, flexiblen Dünnbettmörtel sowie eine flexible Verfugung kompensiert werden müssen.
Nur die Beachtung dieser Punkte und der Einsatz eines auf diese speziellen Anfordeerungen abgestimmten Produktsystems ermöglicht einen schadensfreien, optisch ansehnlichen Fliesenbelag.
Neuste Erkenntnisse zeigen zudem dass sowohl Plattenformat als auch die Farbe und die Verlegeart eine entscheidende Rolle zum Gelingen eines Plattenbelages im Freien beitragen. Um Spannungen zu vermeiden soll ein Format von maximal 30/30 cm und die Farbe der Platte möglichst hell gewählt werden. Das Verlegen der Platten mit Kreuzfugen, das heisst Platten Fug auf Fug, und nicht versetzt zueinander, hat sich bisher am besten bewährt. Ein min. 1.5-2.00 % Gefälle ist Voraussetzung um Wasser abzuführen. Spezielle Abläufe und Rinnen müssen genau dimensioniert und eingebaut werden. Anschlüsse und Metallteile wie Geländerpfosten sind gefährliche Fallen. Der Korrosionsschutz wird grundsätzlich mit zwei verschiedenen Systemen hergestellt. Entweder wird die Feuerverzinkung angewandt oder es kommt das sogenannte Duplex-Verfahren zum Einsatz, in welcher zuerst die Feuerverzinkung erfolgt und anschliessend eine zusätzliche Farbschicht aufgetragen wird.
Aufgrund der heute festgestellten Schadensbilder – Rostbildung und Zersetzung des Klebemörtels – welche sehr oft bereits ein Jahr nach Fertigstellung schon auftreten muss bezweifelt werden, ob der heute übliche Korrosionsschutz ausreichend ist, wenn die Stahlteile Kontaktstellen zum Plattenbelag eines Balkons aufweisen.
Eine rutschfeste und frostsichere Platte ist aufwendig in der Unterhaltspflege, aber auch hier gilt Sicherheit vor Ästhetik. Es ist wichtig dass der Plattenunternehmer von Anfang an in die Planung integriert wird, nur so kann zusammen mit der Bauleitung eine optimale Lösung erzielt werden.
